Teilnehmende der Summer School entwickeln gemeinsam mit Menschen aus der Nachbarschaft Ideen für den Vorplatz der „Kalten Halle“ in Gelsenkirchen-Ückendorf.
Teilnehmende der Summer School entwickeln gemeinsam mit Menschen aus der Nachbarschaft Ideen für den Vorplatz der „Kalten Halle“ in Gelsenkirchen-Ückendorf. Foto: Sebastian Becker

Summer School 2026 „Platz da!“: Aus einer Baulücke wird ein Möglichkeitsraum

Rund 30 Studierende, Fachleute und Nachbar*innen haben vom 7. bis zum 12. September 2026 in Gelsenkirchen-Ückendorf Ideen für den Vorplatz der „Kalten Halle“ entwickelt. Erste Prototypen und räumliche Interventionen zeigen, welches Potenzial in der Baulücke als Möglichkeitsraum steckt.

Vom 7. bis zum 12. September 2026 wurde der Vorplatz der „Kalten Halle“ in Gelsenkirchen-Ückendorf zum gemeinsamen Planungsraum. Bei der dritten Summer School des UmBauLabors von Baukultur NRW entwickelten rund 30 Studierende, Fachleute und Interessierte gemeinsam mit Menschen aus der Nachbarschaft Ideen für die Fläche, die nach dem weitgehenden Abriss des ehemaligen Diskothekenstandorts „Exodos“ entstanden ist.

Aus Beobachtungen werden Ideen

Im Mittelpunkt standen die Fragen: Was ist hier baulich vorhanden? Was fehlt? Und was braucht die Nachbarschaft? Bei Gesprächen im Quartier zeigte sich besonders der Wunsch nach mehr Grün und Möglichkeiten für Begegnungen. Daraus entwickelten die Teilnehmenden verschiedene Ideen für die künftige Nutzung und Gestaltung des Platzes – darunter neue Wegebeziehungen, begrünte Bereiche, Sitzmöglichkeiten, eine Bühne für Tanz und kleinere Auftritte, eine Tauschstation und ein Wasserelement zum Abkühlen.

Einige dieser Ideen wurden bereits im Maßstab 1:1 erprobt. Modelle und räumliche Interventionen machten weitere Vorschläge unmittelbar erfahrbar. Dabei kamen überwiegend wiederverwendete Materialien und Rückbaumaterialien aus der Baustoffbörse Gelsenkirchen zum Einsatz. Die Ergebnisse der Summer School bilden einen Ausgangspunkt für die weiteren Überlegungen am Standort. In den kommenden Monaten soll zunächst die „Kalte Halle“ weiter fertiggestellt werden. Parallel dazu nimmt die Stadterneuerungsgesellschaft (SEG) Gelsenkirchen die Ergebnisse des Prozesses in die weitere Planung auf.

Die Summer School „Platz da!“ fand erstmals direkt im Quartier statt. Baukultur NRW führte sie im Rahmen des UmBauLabors in Kooperation mit studio formagora und dem Landschaftsarchitekturbüro Die Planergruppe sowie in Zusammenarbeit mit der Stadt Gelsenkirchen, der SEG Gelsenkirchen und der Baustoffbörse Gelsenkirchen durch.

Weitere Informationen zur Summer School „Platz da!“ finden sich hier in der Pressemitteilung. Einblicke in die sechs Tage der Summer School und die entstandenen Ideen gibt es auf Pageflow.

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