Die Ausstellung „Kirchen als Vierte Orte. Perspektiven des Wandels“ von Baukultur NRW thematisiert die Umnutzung von Sakralgebäuden, die von Leerstand oder Abriss bedroht sind. Von 1. Juli bis 1. August 2026 ist die Ausstellung in der Süsterkirche in Bielefeld zu sehen. Die Eröffnung findet am Mittwoch, 1.7.2026, 19 Uhr statt.
In Form von Video-Interviews illustriert die Ausstellung die Bandbreite und die Vielfältigkeit der an den Umnutzungsprozessen beteiligten Personen sowie ihre Haltungen. Einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung bilden 27 Beispiele von bereits umgenutzten Kirchen aus Nordrhein-Westfalen.
Zwischen 30 und 50 Prozent der Kirchengebäude in Deutschland werden in den kommenden Jahrzehnten leer stehen. Von den ungefähr 6.000 Kirchen in Nordrhein-Westfalen fallen also bis zu 3.000 aus der Nutzung. Dem Leerstand und Abriss von Kirchen steht ein gesellschaftlicher Bedarf nach Orten für sozialen Austausch, Gemeinschaft und gesellschaftliche Identifikation gegenüber.
Ausstellungsinformationen
Laufzeit: 1. Juli bis 1. August 2026
Ausstellungsort: Güsenstraße 22, 33602 Bielefeld
Öffnungszeiten: donnerstags 15 bis 18 Uhr, freitags 16 bis 18 Uhr, samstags 11 bis 18 Uhr,
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 1.7.2026, 19 Uhr; mit Pfarrer Berthold Becker (Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde Bielefeld), Präses Adelheid Ruck-Schröder (Evangelische Kriche von Westfalen), Felix Hemmers (Ausstellungskurator Baukultur NRW) und Michael Zirbel (Forum Baukultur OWL)
Öffentliche Veranstaltungen:
- Mittwoch, 8. Juli 2026, 19 Uhr: „Kirchen und Immobilien mit Strategie. Präsentation der Immobilienstrategie des Erzbistums Paderborn“ mit Matery Meding (Erzbistum Paderborn)
- Donnerstag, 16. Juli 2026, 16 Uhr: „Kirchen und ihr besonderes Erbe“ – Impuls und Gespräch mit Johann Hinrich Claussen, Kulturbüro der Evangelischen Kirche Deutschland
Eintritt frei
