Das Buch „Begabte Innenstadt“ präsentiert die Ergebnisse der ACademie für kollaborative Stadtentwicklung der RWTH Aachen, welche den Strukturwandel der Innenstadt Aachens in einem interdisziplinären und partizipativen Prozess von 2021 bis 2023 praxisnah bearbeitet hat. Entstanden ist ein übertragbarer Ansatz für die kollaborative und dynamische Gestaltung der innenstädtischen Zukunft – eine Inspiration auch für andere Städte. Das Buch erscheint im September 2025 im Geymüller Verlag. Baukultur NRW hat die Produktion des Buchs unterstützt.
Bisherige Planungsansätze wie Stadtmarketing, Citymanagement, Stadtbildpflege oder Stadtsanierung benötigen eine Weiterentwicklung. Verschiedene Themen wie Mobilität, Klimaschutz, Handel, Wohnen oder Bildung sollten noch stärker vernetzt bearbeitet werden. Der materielle Stadtraum, das innenstädtische Leben sowie Art und Umfang der Kooperation und Steuerung müssen enger miteinander verzahnt werden.
Im Kern geht es darum, eine Innenstadt entlang ihrer vorhandenen Ressourcen und Begabungen weiterzuentwickeln. Dabei sollte sowohl der Blick nach innen auf die besonderen Qualitäten der eigenen Innenstadt als auch nach außen auf ihre Reichweite und Wirkung in die Gesamtstadt und Region gerichtet werden.
Buchpräsentation und Diskussion:
„Begabte Innenstadt. ACademie für kollaborative Stadtentwicklung“,
Dienstag, 23. September, 18.30 Uhr, Annahalle, Annastraße 14-16, Aachen
Diskussion mit:
- Prof. Anne-Julchen Bernhardt, Lehrstuhl für Gebäudelehre und Entwerfen, RWTH Aachen
- Dr. Anna Weber, Lehrstuhl für Gebäudelehre und Entwerfen, RWTH Aachen
- Martin Görg, Görg Wolle, Gastgeber und Mitwirkender der ACademie
- Prof. Dr. Carmella Pfaffenbach, Lehr- und Forschungsgebiet Kulturgeografie, RWTH Aachen
- Kyra Pfeil, Citymanagerin der Stadt Aachen
- Björn Schötten, Geymüller Verlag für Architektur
- Stefanie Weitenberg, Stadterneuerung und Stadtgestaltung, Stadt Aachen
Moderation: Prof. Dr. Agnes Förster, Lehrstuhl für Planungstheorie und Stadtentwicklung, RWTH Aachen
Ebenfalls im September und passend zum Thema des Buchs ist in Aachen die Ausstellung „Urbane Resilienz in der Praxis – Impulse für die Stadt im Wandel“ von 16. bis 23. September 2025 in der Annahalle, Annastraße 14-16, zu sehen. Die Öffnungszeiten sind: montags bis freitags 14 bis 19 Uhr, samstags und sonntags 11 bis 16 Uhr.
Mit dem Projektaufruf „Post-Corona-Stadt: Ideen und Konzepte für eine resiliente Stadtentwicklung” förderte das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik 17 Pilotprojekte zur Erprobung innovativer und beispielgebender Lösungen für krisenfeste Stadt und Quartiersstrukturen. Für zukunftsfähige Innenstädte standen unter anderem Leerstandsaktivierung, Aufenthaltsqualität, Verkehrswende und neue Nutzungskonzepte im Fokus. Im öffentlichen Raum lag der Schwerpunkt auf der Aktivierung und Nutzung von öffentlichen Freiflächen. Im Bereich der kollaborativen Planungsprozesse ging es um die Zusammenarbeit verschiedener Akteure aus Politik und Verwaltung, zivilgesellschaftlichen Initiativen und Vereinen.
Die Ausstellung Urbane Resilienz in der Praxis – Impulse für die Stadt im Wandelzeigt 13 der insgesamt 17 Pilotprojekte. Die Wanderausstellung wurde gemeinsam mit dem Deutschen Architekturmuseum Frankfurt am Main konzipiert. Eine begleitende Publikation zum Thema kann über das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung heruntergeladen werden.