Am vergangenen Dienstag kamen in der Wissenswerkstadt Bielefeld knapp 200 Menschen unter dem Motto „Spiel macht Stadt“ zusammen: Das Symposium wurde von dem Landschaftsarchitekturbüro Die Planergruppe und Baukultur NRW veranstaltet und hatte sich zur Aufgabe gemacht, den Frei- und Spielräumen wieder größere und außerdem auch künstlerische Bedeutung zukommen zu lassen.
Beiträge aus Deutschland, Österreich, Schweiz und den Niederlanden bereicherten das Symposium und schnell stand fest: Wir müssen uns nicht schämen für unsere Spielplätze und -räume, es gibt aber durchaus noch Optimierungspotenzial.
Beispielsweise führte Gabriela Burkhalter, Stadtplanerin und Politologin aus Basel, mit der Geschichte der Spielräume ein und zeigte, wie „wild“ man sich den Spielräumen in den vergangenen Dekaden angenähert hatte – solche Bilder sehen wir heutzutage eher selten. Aus Angst, aus Routine oder wegen der Auflagen?
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Wer noch mehr erfahren möchte, kann in den DBZ-Podcast Folge 159 „Spielplätze als Stadtbaustein“ reinhören: https://www.dbz.de/podcast-3513185.html
Im Gespräch mit Bianca Porath und Ute Aufmkolk vom Landschaftsarchitekturbüro Die Planergruppe über das Planbare des Improvisierten, komplette Spielplatz-Sets, die Verantwortung von Planerinnen und den idealen Spielort.
Im darauffolgenden Themenblock ging es um Skulpturen und Kunstwerke, die Räume zum Spielen und Aufhalten erzeugen – mit der anknüpfenden Frage der Moderatorin Marietta Schwarz: „Lässt sich so vielleicht der TÜV umgehen, indem man Spielgeräte als Kunstwerke definiert?“ Bleibt weiter zu fragen: Waren es nicht früher auch öfter Künstler*innen, die sich mit dem Thema Spielräume befasst haben?
Ein Blick über den Spielraumzaun warf auch Girardi-Hoog – Stadtbaudirektorin aus Wien –, die das Gender Planning aus einer soziologischen Perspektive beleuchtete. Auch die Aspekte Bewegung und Gesundheit sowie die Arbeit von und mit Kindern im öffentlichen Raum fanden regen Anklang im Diskurs.
Spielräume sind ein Thema, das nicht nur Kinder betrifft. Das reicht von der Definition – die aus unserer Sicht auch baukulturelle und damit gesellschaftliche umfasst – über die Auflagen und Gestaltungen bis hin zur Nutzung mit all ihren Vorteilen. Spielräume sind für alle da und haben für das Lernen, Aushandeln und für unsere Gesellschaft einen enormen Wert, den es zu fördern gilt.



