Die Beiträge in der Ausgabe Nummer 264 der ARCH+ zum Thema Ruhrgebiet richten den Blick auf gegenwärtige Spannungen und Potentiale: auf das Leben im Struktur- wandel, fragile Nachbarschaften, neue kulturelle Praktiken. Der Ist-Zustand wird nicht nur abgebildet, sondern bestehende Narrative werden verschoben, gebrochen und hinterfragt.
An die Stelle einer linearen Erzählung von Industrialisierung und Deindustrialisierung tritt die Anerkennung des Vielstimmigen und Asynchronen. Traditionsbewusstsein steht neben postmigrantischen Perspektiven, künstlerischen Praktiken und Formen der Selbstorganisation. Gerade das Nebeneinander unterschiedlicher Lebensrealitäten, kultureller Lebenswelten und Selbstverständnisse prägt die Diversität des Ruhrgebiets.
Verhandelt wird dabei eine räumliche Praxis, die von Austausch und Auseinandersetzung ausgeht – mit dem Ziel neue Formen des Zusammenlebens zu ermöglichen. Gerade hier gewinnen Beziehungsarbeit, lokale Verankerung und Ko-Produktion an Bedeutung.
Die Ausgabe erscheint anlässlich der Manifesta 16 Ruhr in Kooperation mit Renée Tribble und dem Fachgebiet StädteBauProzesse der TU Dortmund. Baukultur NRW unterstützt diese Ausgabe.
Am Samstag, 20. Juni 2026, findet um 16 Uhr eine Veranstaltung zum Heft-Launch statt: ein Gespräch mit Sika Azanledji (WerkStadt von PACT Zollverein), Julia Wissert (Schauspiel Dortmund), Petra Jablonická & Christoph Kremerskothen (kitev) sowie mit den Gastredakteur*innen Jan Dröge-Rothaar, Sarah Hübscher, Renée Tribble (TU Dortmund) und Christian Hiller (ARCH+). Veranstaltungsort ist die St. Josef Kirche, Ückendorfer Straße 124, 45886 Gelsenkrichen.





