Wie entstehen Orte, an denen Menschen ihre Stadt selbst gestalten? Welche Handlungsspielräume eröffnen sich jenseits etablierter politischer Prozesse? Diesen Fragen widmet sich der im adocs Verlag erschienene Sammelband „Versammlung der Mikropolitiken“, herausgegeben von Kayoung Kim, Marius Töpfer, Thies Warnke und Lisa Zander. Vorgestellt wird das Buch am Donnerstag, 2. Juli, um 19.30 Uhr in der Buchhandlung readymade auf der Bochumer Straße 108 in Gelsenkirchen-Ückendorf.
Mikropolitische Praxen und urbane Interventionen
In Marseille wird eine McDonald’s-Filiale besetzt und selbstorganisiert weiterbetrieben, in Hamburg verwandelt sich eine ehemalige Kaserne in einen Ort für Kunst, Kultur und Gewerbe. In Berlin entsteht aus einer über Nacht errichteten Hütte ein politischer Versammlungsort, während in Málaga das „Unsichtbare Haus“ als selbstorganisiertes Kulturzentrum wirkt.
Die vorgestellten Initiativen, Treffpunkte, künstlerischen Interventionen und sozialen Architekturen zeigen, wie Menschen auf lokale Bedürfnisse reagieren, Räume aneignen und neue Formen des Zusammenlebens erproben. Mikropolitische Praxen schaffen soziale und räumliche Fakten und eröffnen Perspektiven auf eine Stadtentwicklung von unten.
Buchvorstellung und Gespräch
Nach einer Einführung in den Band durch die Herausgeber*innen sind die Besucher*innen eingeladen, über die Thesen des Buches und deren Bedeutung für Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam soll diskutiert werden, welche Potenziale selbstorganisierte Initiativen für die Entwicklung von Stadt und Nachbarschaft entfalten können.
Buchvorstellung „Versammlung der Mikropolitiken“
Termin: Donnerstag, 2. Juli 2026, 19.30 Uhr
Ort: readymade, Bochumer Straße 108, 45886 Gelsenkirchen
Eintritt: frei
