Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen lädt von 14. bis 16. September 2026 zum 19. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik (NSP) nach Köln ein – gemeinsam mit der Bauministerkonferenz der Länder, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund. Der Kongress steht unter dem Motto „Gemeinsam handeln, schneller agieren, weiter denken: Städte für alle gestalten“ und wird im Kölner Palladium und an weiteren Orten stattfinden. Das Programm findet sich hier.
Baukultur NRW richtet auf dem NSP eine der „Zukunftsarenen“ aus. Am Mittwoch, 16.9.2026, findet in Bergisch Gladbach auf dem Zanders-Areal die Arena zum Thema „Kreisläufe des Bauens in der Praxis – Umsetzungsangebote für Kommunen“ statt (Anmeldung über die NSP-Kongress-Website).

Einerseits ist die ressourcenschonende Ausrichtung des Bauens ein zentraler Bestandteil der Bauwende und auch in den Baukulturellen Richtlinien des Bundes verankert. Andererseits verschieben sich immer mehr bauwirtschaftliche Rahmenbedingungen hin zu Reuse und Recycling. Auch wenn bereits viele theoretische Modelle diskutiert worden sind, scheint die marktwirksame Umsetzung von Materialkreisläufen noch immer den Makel einer fehlenden Wirtschaftlichkeit oder aufwendiger Strukturen zu besitzen.
Kommunen sind zentrale Akteurinnen des Bauens. Sie entwickeln Städte und sind gleichzeitig Bauherrinnen. Ihnen fällt somit eine besonders wichtige Rolle als Gestalterinnen und Auftraggeberinnen für den Neubau wie auch für den Umbau zu. Sie haben die Möglichkeit, Leitlinien der Ressourcengewinnung zu setzen und stehen in ihrer Bauherrenschaft immer in einer gewissen Vorbildfunktion zum Umgang mit Beständen.
Auf dieser Grundlage bilden drei sehr praxisnahe Fragen die Basis für die Zukunftsarena:
- Wie kann zirkuläres Bauen als kommunale Partneraufgabe in der Praxis umgesetzt werden?
- Wie werden kommunale Kreisläufe zu Marktentwicklern für Ressourcenkreisläufen?
- Welche strukturellen und digitalen Instrumente bedarf es zur Umsetzung von kommunalen Kreisläufen und was leisten diese in der Praxis?
Vorgestellt werden Kreislaufprojekte aus Europa, Forschungsinitiativen zum Umbau von Bestandsgebäuden sowie aktuelle kommunale Initiativen für zirkuläres Bauen. Dabei steht der Austausch zu praxisnahen Aufgaben und Fragen zu Umsetzungsstrategien, zu Partnern und rechtlichen Rahmenbedingungen im Fokus. Zu Wort kommen Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Bauwirtschaft, Handwerk, Forschung und verschiedenen Initiativen.
Ein zentraler Programmpunkt auf dem Zanders-Areal in Bergisch Gladbach ist die offene Diskussion mit dem Publikum. Dabei geht es um Fragen der Ausschreibung von Rückbauprojekten, die Zertifizierung wiederverwendeter Bauteile sowie die Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Partnern beim Aufbau von Materialkreisläufen.
Programm „Kreisläufe des Bauens in der Praxis“
9 Uhr – Begrüßung und Projektvorstellung Zanders-Areal
- Udo Krause, stellvertretender Geschäftsführer Zanders-Areal
- Stephan Mayer, Referat Grundsatzangelegenheiten Stadtentwicklungspolitik, Baukultur, Forschung und Koordinierung Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
- Moderation: Peter Köddermann, Geschäftsführung Programm Baukultur NRW
9.15 Uhr – Keynote „Praxis von Kreisläufen“
- Prof. Dr. Anja Rosen, Professorin für Circular Construction an der Münster School of Architecture
9.35 Uhr – Teil 1: Zirkuläres Bauen als kommunale Aufgabe
- Franz-Josef Höing,Oberbaudirektor in der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg
- Beat Aeberhard, Kantonsbaumeister, Leiter Städtebau & Architektur Kanton Basel-Stadt
- Dagmar Keim, Projektleiterin des Interreg-Projekts „EuroDelta 2050+“ der Stadt Amsterdam
10.05 Uhr – Offner Dialog: Publikumsrunde
10.20 Uhr – Pause
10.35 Uhr – Teil 2: Zirkuläres Bauen als Partneraufgabe
- Irja Hönekopp, Leiterin Stabsstelle Zukunftspartnerschaft Wohnen / Strategische Stadterneuerung der Stadt Gelsenkirchen
- Frank Steffens, CEO & Managing Director Brüninghoff GmbH & Co. KG
- Johan Pitura, Kontorschef Malmö, Senior Arkitekt SAR/MSA bei Kjellander Sjöberg
11.10 Uhr – Offener Dialog: Publikumsrunde
11.20 Uhr – Teil 3: Instrumente zur Umsetzung von kommunalen Kreisläufen
- Luise von Zimmermann, Circular Consultant & Business Development bei Concular GmbH
- Ioan Brumer, Co-Founder von Baukreisel e. V.
- Tobias Clermont, Geschäftsführer Stadterneuerungsgesellschaft Gelsenkirchen mbh & Co. KG
11.45 Uhr – Abschlussdiskussion
12 Uhr – Ende der Zukunftsarena und Rückfahrt nach Köln
Optional: Es wir die Möglichkeit einer Führung über das Zanders-Areal angeboten.
Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt über die Website des NSP. Dort finden Sie auch das gesamte Programm.
Datenschutzhinweis zur Zukunftsarena auf dem Zanders-Areal
Während der Veranstaltung der Zukunftarena am 16.9.2026 werden Foto- und Videoaufnahmen angefertigt. Die Aufnahmen dienen der Dokumentation der Veranstaltung sowie der Öffentlichkeitsarbeit von Baukultur Nordrhein-Westfalen e. V. (Baukultur NRW) Sie können insbesondere auf den Websites des Veranstalters, in Social-Media-Kanälen, Newslettern, Pressemitteilungen, Print- und Onlinepublikationen sowie sonstigen Informations- und Kommunikationsmedien veröffentlicht werden. Darüber hinaus können ausgewählte Aufnahmen an Medienvertreterinnen und Medienvertreter sowie weitere Dritte zum Zweck der Berichterstattung über die Veranstaltung weitergegeben werden.
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